"Du lernst nicht für die Schule, sondern für's Leben!"
Diesen Satz haben sicherlich sehr viele während ihrer
Schulzeit gehört - von Eltern, Lehrern und anderen
Erwachsenen.
Warum musste man uns das überhaupt sagen? Und warum
hält sich dieser Satz von einer zur nächsten Generation am
Leben. Ist es nicht klar, dass wir in der Schule Dinge
lernen, die später "Im Leben" für uns wichtig sind?"
Ein Grund ist sicherlich der, dass Kinder vieles nicht
wissen und deshalb den Sinn vieler Dinge nicht so gut
begreifen, wie wir Erwachsenen das tun. Wir haben ja
schließlich Erfahrung. Kennen uns aus!!
Ich weiß nicht.
Obwohl oder vielleicht gerade weil ich auf über vierzig
Jahre Lebenserfahrung zurück greifen kann, zweifle ich immer
mehr an der Wahrheit dieser Aussage:
"Du lernst nicht für die Schule, sondern für's Leben!"
Klar habe ich viel gelernt in den 13 Jahren, in denen ich
zur Schule ging. Rechnen, Schreiben, Lesen, Geschichtsdaten,
Biologie, Chemie, Physik. Zusammenfassen würde ich das in
"Handwerkszeug" und "Fachwissen". Ich bin meinen Eltern dankbar,
dass sie mir die Schule ermöglicht haben und meinen Lehrern
dankbar, dass sie mir das Wissen vermittelt haben.
Doch reicht das aus, um im Leben klar zu kommen?
Ich will etwas ÜBER das Leben lernen.
Ich habe das Wissen, wie etwas funktioniert, weiß auch, wie
ich zu gewissen Ergebnissen komme, aber ich weiß nichts über
die Zusammenhänge zwischen den Dingen und den Sinn, der
dahinter steckt.
Erst viel später, Jahre und Jahre nach meiner Schul- und
Berufsausbildung, als meine Fragen immer mehr wurden, habe
ich wichtige Lektionen gelernt für's Leben. Ich habe
gelernt, dass es z.B. das Gesetz der Anziehung und das
Gesetz der Entsprechung - wie oben so unten, wie außen, so
innen - gibt. Geistige Gesetzte, die im gesamten Universum
Gültigkeit haben und die z.B. erklären, warum ich immer
wieder die gleichen Menschen anziehe, obwohl mein Ego-Ich
etwas anderes will.
Ich habe gelernt, dass ich einen Körper, einen Verstand und
Emotionen HABE, aber weder mein Körper, noch mein Verstand
und schon gar nicht meine Gefühle BIN.
Ich habe auch gelernt, dass ich nicht Opfer irgendwelcher
Umstände bin, sondern mitverantwortlich dafür, was mir
geschieht. Ich bin Mitschöpfer meiner Realität.
All diese Erkenntnisse und die Tatsache, dass diese Dinge
nicht - noch nicht - an unseren Schulen gelehrt werden, und
sich durch dieses Wissen viel Leid in unseren Leben
vermeiden ließe, haben mich dazu bewogen, selbst als
Lehrerin tätig zu werden.
Ich gebe mein Wissen weiter als Lebenslehrerin.
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